Archiv der Kategorie 'Arbeitsalltag'

28
Sep
09

Imagevideos und Werbespots

Nach längerer Zeit blogge ich also wieder.

In den letzten Wochen und Monaten, habe ich mich überwiegend mit Imagevideos und Werbespots beschäftigt. Nach mehreren DVD Produktionen im Bowlingsport (Deutsche Meisterschaften und Vereinsmeisterschaften) sind jetzt einige Marketingzusammenarbeiten mit Restaurants und Freizeitanlagen entstanden, oder noch im Entstehen.

Einige der Videos könnt Ihr unter http://www.mkl-media-berlin.de/Werbungimage.html ansehen.

Da die Wirtschaftskrise, wenn man sie denn wirklich so nennen will, inzwischen auch in der Medienbranche zugeschlagen hat, ist die Kundenaquise ein wenig anstrengender geworden.

Mehr dazu im nächsten Beitrag

20
Nov
07

Soundtrack für Videos

In einem anderen Blog bin ich wieder mal auf ein Thema gestoßen, dass wohl die meisten schon bewegt hat, wenn sie Filme oder Videos zu kommerziellen Zwecken erstellt haben.

Wo bekommt man, gerade für kleinere Produktionen, passende Soundtracks her.

Das Problem fängt bei Hochzeitsvideos an und endet beim Werbespot, oder dem Spielfilm. Grundsätzlich darf man für kommerzielle Videos fast jedes Musikstück verwenden, wenn man dafür bezahlt. Bei uns in Deutschland werden die Abgaben dafür Zentral über die GEMA abgewickelt, auch wenn es sich um ausländische Musikstücke handelt.

Je nach Anzahl der DVD´s die verkauft werden sollen, Ausstrahlungen im Fernsehen oder Kino, werden die Abgaben genau berechnet. Dummerweise kommen hier ziemlich schnell größere Summen zusammen. Bei einem Hochzeitsvideo mit 8 bis 10 Musikstücken, welches für alle Gäaste der Hochzeit erstellt und verkauft wir (und für die Personen die nicht bei der Feier anwesend waren), sagen wir mal 70 DVD´s kann man hier ganz schnell auf einige hundert Euro kommen.

Wem das zu teuer ist, der findet auch andere Wege.

Der Beste:

suchen sie sich eine Newcomerband in Ihrer Nähe und fragen sie nach einer Komposition für Ihr Video. Gerade junge Bands sind erstens froh, wenn ihre Musik bekannt wird, und sind mit einem angemessenen Anteil an den Gewinnen zufrieden. Eine Nennung der Band im Abspann ist hier natürlich selbstverständlich. Dieses Stück gilt dann als Auftragswerks und kann von ihnen benutzt werden. Näheres (nur für eine Produktion oder mehrfach verwendbar,…..) regelt der entsprechende Vertrag. Es muss natürlich keine Band sein. Mir fallen da noch etliche Leute ein, der Kichenorganist (kann meist auch komponieren), der Klavierlehrer um die Ecke, ….. Fantasie ist gefragt.

Ein weiterer Weg:

Software die ihnen das komponieren abnimmt.

Sony Cinescore z.B. Mit dieser Software können sie framegenau eigene kommerziell verwendbare Musikstücke erstellen. Sie bestimmen die Musikrichtung, das Arrangement, die Instrumente,…. Cinescore erstellt das Stück. Inzwischen stehen ausreichend Themes (Musikstile) zur Verfügung um fast jeden Geschmack zufrieden zu stellen. Der Nachteil, das Programm ist inklusive Themes nicht ganz billig. Preiswert jedoch ist es schon.

Sicher gibt es auch andere Software die ähnliche Ergebnisse bringt.

Der letzte Weg:

Es gibt, ähnlich wie bei Videos, sogenannte Stock Music, hierbei handelt es sich meistens um Compilations von lizenzfreien Musikstücken. Häufig sind diese von bekannten Stücken inspiriert. Die Qualität ist jedoch sehr unterschiedlich und Fehlkäufe sind hier leider die Regel.

20
Nov
07

Avid ist sch….. !!!!

Stellen sie sich vor, sie haben ein Auto zum Preis von ca. 20000€ gekauft.

An Tag 1 startet der Wagen völlig normal und läuft den ganzen Tag problemlos. Ihnen fällt nur auf, dass der Wagen nur ein einziges Ablagefach besitzt in das alles was sie in Ihr Fahrzeug für den täglichen Bedarf packen hineinfällt.

An Tag 2 startet startet der Wagen völlig normal, allerdings suchen sie jetzt einige Unterlagen, welche sie gestern auf den Beifahrersitz gelegt haben, wie alles andere auch, liegen diese Unterlagen irgendwo in der Lagerbox. Nach einigen Stunden Fahrt fällt ihnen auf, dass die eingestellte Uhr zwar funktioniert, aber nicht angezeigt wird.

Am 3. Tag startet Ihr Auto nur, wenn sie den Blinker gleichzeitig setzen. Die Uhr können sie wieder sehen, Ihre Unterlagen haben sie inzwischen in der Ablage wiedergefunden allerdings fehlen von ihrer Präsentation die Seiten 3,7,9,11,12 und 14. Die Musikuntermalung, welche sie auf einer CD in den Unterlagen hatten, ist leider auch nicht mehr ganz vollständig.

Am 4. Tag startet ihr Auto mit der Fehlermeldung, dass einige Inhalte aus ihrer Ablagebox „offline“ sind. Sie fahren zu ihrer Werkstatt und lassen ein Update der Fahrzeugsoftware aufspielen.

An Tag 5 startet ihr Auto nicht, es erscheint die Fehlermeldung : „Sie haben das falsche Autoradio eingebaut“ Da sie ihr Auto brauchen, kaufen sie ein zur Steuerungssoftware passendes Autoradio. Jetzt startet das Auto. Inhalte der Mediabox sind immer noch Offline.

An Tag 6 startet Ihr Fahrzeug völlig normal. Sie müssen zur Tankstelle, nach dem Volltanken meldet ihr Auto, dass es den Tank nicht finden kann. Im Menu können sie nur noch Tanks auswählen, welche eigentlich zu Motorrädern gehören. Sie fahren mit dem Bus.

……….

Diese Geschichte lässt sich unendlich weiterspinnen. Leider ist es kein Märchen. Wie so häufig (z.B. VHS / Beta, Windows/OS2) hat sich nicht das bessere System durchgesetzt, sondern jenes welches besser gepusht wurde. So ergab sich vor etlichen Jahrzehnten ein Quasistandard, an dem man einfach nicht vorbeikommt. Man ist gezwungen mit einer Software/Hardware Kombination zu arbeiten, welche einen mehr behindert als unterstützt. Teilweise geht das Schneiden am alten Steenbeck mit Film schneller, als das NLE mit Avid. Nahezu jedes Consumerschnittprogramm läuft stabiler, anwenderfreundlicher, intuitiver und einfach besser als Avid. Nun könnte man ja meinen, das der Vorteile wenigstens in einem einheitlichen Workflow der unterschiedlichsten AVid Varianten liegt. Aber weit gefehlt. Wie Microsoft, hat auch Avid die meisten Tools nur aufgekauft, damit ergibt sich zwar ein einheitlicher Name, das war´s aber auch schon. Die einzige für mich rühmliche Ausnahme stellt hier Avid Liquid dar. Kein Wunder hat es doch nichts mit Avid zu tun, sonder ist eigentlich ein Pinnacle Liquid. Wie üblich schluckte der Gößere den Kleineren und nun schmückt man sich mit wenigstens einem voll funktionsfähigem Produkt.

Wem die obige Geschichte bekannt vorkommtobwohl er noch nie etwas mit Videoschnitt zu tun hatte dem kann geholfen werden. Die weithin bekannte Audiosoftware Protools (annähernd gleiche Story wie oben) kommt inzwischen auch aus dem Hause Avid.

Fazit:

Wenn ich nicht darauf angewiesen bin, dass an anderer Stelle mein Beitrag weitergeschnitten werden muss setze ich voll auf Sony Vegas Pro 8 (ehemals Sonic), zur Soundbearbeitung eingebunden Soundforge und dem Titel Plugin von Heroglyph. Wenn es denn unbedingt Avid sein muss, dann kommt bei mir nur Avid Liquid auf den Rechner.

Beide Software Pakete sind zu einem überschaubaren Preis erhältlich, erzwingen nicht unbedingt Hersteller spezifische Hardware und laufen stabil und komfortabel. Auf Mac´s ist dann wohl Final Cut die Alternative.