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Nov
07

Almaty (Alma-Ata) Kasachstan

Ende September 2007 erhielt ich kurzfristig die Anfrage zu einem Dreh für die Firma InMedia Film- und Fernsehproduktion GmbH in Berlin

Hier ein kurzer Bericht über die Reise:

Bereits am 25, September ging unsere Drehreise nach Almaty (ehemals Alma-Ata) in Kasachsten. Zwei Drehprojekte standen auf der Disposition.

Zum Einen sollte ein Imagefilm für die Firma BLN-Group erstellt werden, zum Anderen ging es um einen Dokumentarbeitrag für das deutsche Fernsehen in Kasachstan sowie das staatliche kasachische Fernsehen und den Sender TVB in Berlin

Entstehung der Projekte:

Die Firma BLN-Group vertreibt Fuchs Baumaschinen in den ehemaligen Sowietrepubliken. Daraus ergeben sich auch enge Kontakte zu den jeweiligen Regierungsvertretern. Aus diesen Kontakten entstand ein Sponsoring des deutschen Orchesterleiters am staatlichen kasachischen Musik-Konservatorium in Almaty. Im Imagefilm sollte also sowohl die Arbeit des gesponsorten Dirigenten mit seinem jungen Orchester gezeigt werden, als auch eben dieser Orchesterleiter im Zusammenhang mit den Fuchs Baumaschinen. Im Rahmen der Dreharbeiten vor Ort wurden wir vom staatlichen Fernsehen und dem deutschen Fernsehen Kasachstan angesprochen, ob sie von uns Beiträge zur Ausstrahlung erhalten können.

Mit zwei Kameras, einer Sony Digi-Beta und einer Panasonic DVX-100, Licht, Monitor,Ton-Equipment und jeder Menge anderer Dinge, absolvierten wir die umfangreichen Zollformalitäten und bestiegen die Maschine der Air Astana.

Nach gut acht Stunden Flug, vorher waren wir noch mit dem Wagen von Berlin nach Frankfurt gefahren, begannen direkt nach der Landung die Dreharbeiten im Konservatorium.

Als zweiter Kameramann und Setfotograf oblagen mir die Pflichten der Drehdokumentation und der Erstellung von Pressebildern.

Gut drei Stunden dauerte die Probe, welche von uns aufgenommen wurde. Die während dieser und der nächsten Proben aufgenommenen Bilder waren nur für den Imagefilm geeignet, da die Musiker in Werbeshirts der BLN Service gekleidet waren.

Nach insgesamt 40 Stunden auf den Beinen, besprachen wir anschließend nur noch den groben Ablauf des nächsten Tages und fielen dann in unsere Hotelbetten.

In den nächsten beiden Tagen standen Außendrehs auf der Tagesordnung. Dabei ging es aus der smogverhüllten Innenstadt Almatys in die umliegenden Berge ( westliche Ausläufer des Himalaya). Die obligatorischen Aufnahmen mit den einheimischen Regierungsvertretern (Kultusminister, Konservatoriumsdirektorin, Kultur Attache, Wirtschaftsberater, etc) wurden vor den beeindruckenden Hintergründen des Nationalparks erledigt. Kurzinterviews mit den einzelnen Personen mussten ebenfalls aufgenommen werden, wenn möglich einmal auf russisch und einmal auf deutsch.

An Tag vier bereisten wir mit unserem Equipment einen gigantischen Schrottplatz mit angeschlossenen Hochöfen. Hier sollte unser junger Dirigent in den Genuss kommen eine Fuchsbaumaschine zu fahren und Schrott zu verladen ( auf diesem Schrottplatz werden unter Anderem Flugzeuge und Panzer geschreddert und eingeschmolzen um daraus wieder Rohstahl zu gewinnen).

Die extremen Lichtverhältnisse machten den Dreh nicht einfacher. Der Drehort befand sich unter einem großen Dach, welches von einzelnen Säulen getragen wurde, also ohne Wände, während unter dem Dach eine relativ offene Blende nötig war, sorgte der strahlende Sonnenschein außerhalb für einen grellweißen Hintergrund. Während über uns ständig Kräne mit Elektromagneten Schrott (ca. 8t pro Ladung) bewegten, mussten wir Bilder machen, ein Auge immer auf fliegende Metallteile gerichtet.

Im Gegensatz zu unserem Team war der Protagonist jedoch bester Laune, anscheinend ein Jugendtraum mit einem großen Bagger Schrott in einen Riesenschredder zu verladen.

Im Anschluss daran wurden wieder einige Vox-Pops mit dem Orchesterleiter, Frau Brodersen (von BLN Service) und dem Schrottplatzbesitzer aufgenommen.

Tag fünf brachte uns auf einen der großen Basare von Almaty. Herr Onken (Dirigent) und Frau Brodersen sollten beim Einkauf beobachtet werden. Zu erwähnen sei hier nur noch, das wir mit der großen Digibeta drehten und diese Basare Privatgelände sind, nein, wir hatten für das Gelände keine Drehgenehmigung und die Kamera ist auch kaum auffällig. In vier Stunden Katz- und Mausspiel mit den privaten Wachleuten gelangen uns immerhin zwölf Minuten Aufnahmen.

Am sechsten Tag waren wir Gast des erfolgreichsten Komponisten und Musikproduzenten der Region. Interview und Aufnahmen im Musikstudio von Renat Gaissin standen auf dem Programm. Anschließend war noch eine Pressekonferenz im Kasachstan Press-Club angesetzt.

Am letzten Drehtag fand das Konzert des Studentenorchesters vor rund 350 Gästen statt. Ich war mit der DVX für die Schnittbilder und Close-Ups zuständig, während mit der Digibeta das Konzert in Gänze aufgezeichnet wurde. Auch der anschließende Empfang mit Interviews der Musiker und der Gäste wurde aufgenommen. Noch in der Nacht wurde das Material beim staatlichen kasachischen Fernsehen kopiert und uns wieder ins Hotel gebracht.

Nach zwei Stunden Schlaf machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Flughafen

Team:

Marcus Schwitalla (1. Kamera),  Michael Kleppek (2.Kamera Setfotograf),Florian Marx (Kameraassistenz)

 


1 Antwort zu „Almaty (Alma-Ata) Kasachstan“


  1. Freitag, 9 November, 2007 um 17:42

    Ja, war schon eine lustige sache in kasachstan … auch wenn ich nur einen tag den besseren schlafplatz hatte … TROTZ ABWECHSLUNGSVEREINBAHRUNG!!!! … JA DIE HATTEN WIR!! aber naja … doris hat mir ja tolle tips zum muskelweichmachen gegeben.
    trotzdem super, der bericht auch …
    auf die nächste schlaflosreise ;)


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