Archiv für November 2007

25
Nov
07

Caledon – let it snow

Gestern war ich für www.kultur-info.eu und den kulturinfo Weblog unterwegs in Sachen Kultur.

Zum ersten Mal, ging ich zu einer Veranstaltung im Tipi- das Zelt am Kanzleramt. Caledon – Let it snow steht auf dem Programm.

Die drei schottischen Tenöre und ihr musikalischer Direktor reißen die Leute von Ihren Stühlen. Menschen zwischen 16 und 86 erkennen, dass auch deutsche Volksmusik seinen Reiz hat. Damit sind jetzt aber nicht die Titel aus dem Musikantenstadel gemeint. Ich spreche hier von den großen Weihnachtsklassikern, die es z.T. rund um den Erdball zu gr0ßer Bekanntheit geschafft haben. Das die schottische Volksmusik aber wenigstens genauso erfolgreich ist beweisen Caledon an diesem Abend.

Hier meine Kritik aus kultur-info.eu

Im ersten Teil des Programms kommen bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder zu Gehör. Wer jetzt jedoch an die traurigen Versionen der Weihnachtsgottesdienste denkt liegt weit daneben. Selbst der deutsche Klassiker „Oh Du fröhliche“ wird endlich einmal so gesungen, wie es der Text verlangt. Nicht als depressionfördernde tragische Arie, wie auf den meisten Weihnachtsschallplatten, sondern fröhlich und mitreißend, ohne jedoch die Musik in ein modernes Zwangskonzept zu pressen. Einfach ein wenig schneller und mit einem Lächeln auf den Lippen. Gleich zu Beginn des Abends erfährt man, dass eines der bekanntesten Lieder der Woodstock Ära eigentlich ein schottisches Weihnachtslied ist.

Im zweiten Teil präsentiert Caledon ein Feuerwerk ihrer größten Hits. Schnell wird klar, dass ein großer Teil der Weltmusik entweder von Schotten geschrieben oder gesungen wurde. Von ACDC und Annie Lennox bis zu Rod Stewart und Yussuf Islam. Jetzt kocht die Stimmung im Zelt.

Spätestens wenn die Tenöre mitten im Publikum singen hält es keinen mehr ruhig auf seinem Platz.

 

Weihnachten ist ein Fest der Freude, die drei schottischen Tenöre und ihr musikalischer Direktor Michael Barnett sorgen dafür, dass zumindest dieser Abend ein Abend der Freude ist.

 

Caledon Let it snow ist ein Muss für alle die einen wundervollen musikalischen Abend in herrlicher Atmosphäre genießen wollen.

Einen kleinen Vorgeschmack finden Sie hier

Unter den Gästen fanden sich auch einige Mitglieder der Politprominenz. Sichtlich begeistert huschte Volker Hassemer nach Ende der Vorstellung an mir vorbei, als ehemaliger Kultursenator ist er also immer noch kulturell begeistert. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hinterließ mir folgenden kleinen Kommentar : „Es hat schon etwas Witziges, wenn man hört wie die Schotten mit unserem Weihnachtsliedern umgehen. Das hat etwas Auflockerndes.“

Achtung es gibt noch Karten für die weiteren Veranstaltungen

Auch das Tipi als Veranstaltungsort hat mich begeistert. Man sitzt an Tischen verteilt im gesamten Zelt. Der Service der Bedienungen ist erstklassig und die Preise sind angemessen. Sowohl Speisen als auch Getränke können in diesem Ambiente genossen werden.

Noch ein kleiner Tipp: Für den Silvesterabend gibt es noch ein Highlight.

Caledon und DJ Mr. Mo’Vibes sorgen für grandiose Stimmung. Die Eintrittskarte für den Silvesterabend kosten 145,-€ inklusive Menü. Karten gibt es nur direkt im Tipi unter : 0180 – 327 93 58

23
Nov
07

Auf dem Weg zu Mövenpick in Potsdam

Gestern stand wieder einmal ein Drehtermin an. Für ein Imagefilmprojekt der InMedia Film und Fernsehproduktion mussten noch einige fehlende Bilder bei Mövenpick in Potsdam nachgedreht werden. Wenn Sie etwas mehr über den Dreh und die Bedingungen vor Ort erfahren wollen, dann kann ich hier auf den Blog meines Kollegen verweisen. In meinem heutigen Bericht geht es um die Anfahrt zum Drehort.

Im Autoradio liefen schon den ganzen Tag Meldungen, dass die Nuthestraße und einige andere Straßen aufgrund einer Bombenentschärfung gesperrt sind. Kurzerhand beschlossen wir (unser Drehteam aufgeteilt auf 2 Wagen) Potsdam von Spandau aus an zu fahren. Auf der Bundesstraße in Höhe des Ortes Krampnitz fuhren wir langsam in einer Kollone hinter einem großen Trecker . Auf den Trecker folgte ein Pkw, ein Krankentransporter, mein Wagen, der zweite Wagen unseres Teams, und noch einige andere Fahrzeuge, einschließlich eines kleinen VW Fox eines Sicherheitsunternehmens. Kurz vor einer Rechtskurve schert der Krankentransporter vor uns aus und setzt zum Überholen an. Als er ungefähr mit der halben Fahrzeugbreite auf der Gegenspur ist, schwenkt er hastig wieder auf unsere Spur ein. Aufgrund der Rechtskurve hatte er erst zu spät ein entgegenkommendes Fahrzeug bemerkt. Um eine Kollision zu vermeiden, musste der entgegenkommende Geländewagen auf den nicht befestigten Seitenstreifen ausweichen. Durch den recht matschigen Untergrund geriet der Geländewagen ins Schleudern . Der Fox der Sicherheitsfirma, der einige Fahrzeuge hinter uns fuhr, geriet dadurch in die „Einflugschneise“ des schleudernden Geländewagen. Der Fahrer des Pkw steuerte seinen Fox auf unseren unbefestigten Randstreifen und kam dort zum Stehen. Der Fahrer des SUV steuerte seinerseits, um einen Aufprall auf den Kleinwagen zu verhindern, vehement nach recht. Über ein Böschung hinweg schleuderte er in den Wald und kam an einem Baum zum Stehen. Unsere beiden Teamfahrzeuge hielten an. Nach einer kurzen Absprache drehten Florian und ich mit unserem Wagen um, Jana, Tobias und Marcus setzten den Weg Richtung Potsdam fort und konnten uns kurze Zeit später das Kennzeichen des Krankentransporters, der weiter gefahren war, per Handy durchgeben. Auch ein anderer Fahrzeugführer hatte den Krankentransporter verfolgt und dem Fahrer mitgeteilt, dass er einen Unfall verursacht hat.

Erst einmal das Gute, dem Fahrer des Geländewagens ist nichts passiert. Auch alle Anderen sind ohne Blessuren davon gekommen. Das hätte aber auch ganz anders aussehen können. Hätte das schleudernde SUV den Fox erwischt, hätte es mit hoher Wahrscheinlichkeit mindesten zwei Schwerverletzte gegeben.

Was mich allerdings viel schwerwiegender betrifft, ist das Verhalten des Krankentransporters. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer des Transporters trugen Warnjacken mit dem Aufdruck Rettungssanitäter. Den Unfall nicht zu bemerken, ist für einen fahrtüchtigen Kraftfahrer, aus meiner Sicht unmöglich. Nicht umsonst haben diesen Unfall ja anscheinend fast alle Anderen in der Kolonne bemerkt. Das Quietschen und der Einschlag in dem Baum waren auch nicht zu überhören. Wie man dann weiterfahren kann ist mir unerklärlich. Hätten nicht wenigstens ein paar Leute angehalten und gemäß ihrer Pflichten gehandelt, würde es rechtlich für den Geländewagenfahrer wahrscheinlich bitter aussehen. Schließlich waren in dem Krankentransporter zwei Personen. Außerdem hätte er kein Kennzeichen gehabt. Er würde wahrscheinlich auf seinem Schaden sitzenbleiben.

Bitte tut mir alle einen Gefallen, wenn Ihr einen Unfall bemerkt oder einen Menschen in Not seht, haltet an und helft. Irgendwann könntet Ihr es sein die Hilfe braucht.

22
Nov
07

Weiterbildung für Kameraleute, Mediengestalter Bild/Ton und Redakteure

In Berlin eröffnet eine neue Kameraschule.

The View zielt aber nicht auf absolute Neulinge, sondern auf Berufsanfänger, die zwar ihre Ausbildung schon absolviert haben, aber immer noch etwas für die Praxis lernen wollen.

Die wichtigsten Grundregeln in unserem Geschäft lauten:

Kontakte knüpfen und erhalten!

und

Wenn Du auch morgen noch Geld verdienen willst, musst Du dich ständig weiterbilden, deine Horizonte öffnen.

Für beides bietet The View eine Grundlage.

Um eines gleich zu erklären, hier ist nicht etwa eine Technikeinweisung geplant.

 

Die Kameraschule THE VIEW möchte in 14-tägigen Lehrgängen Mediengestaltern und Kamera-Berufsanfängern die Möglichkeit zur Weiterbildung geben.

Ziel ist es handwerkliche Grundlagen zu vermitteln und fotografische Zusammenhänge mit filmischer Gestaltung deutlich zu machen. Kompetenz in Bildsprache wird vermittelt.

Kameraeinstellungen werden auf Ihre Bildsprache und Ausdrucksmöglichkeiten geprüft und schwierige Fahrten mit der Studiokamera trainiert. Dabei werden Techniken vermittelt mit denen die Teilnehmer die Möglichkeiten zur eigenständigen und optimalen Weiterentwicklung bekommen.

Das inhaltlich orientierte Arbeiten wird geschult. Als Videojournalisten werden die Teilnehmer eigene Beiträge erstellen.

THE VIEW meet the Expert.
Panels, Referate und Vorführungen mit erfahrenen Personen verschiedener Berufsgruppen der Film- und Fernsehbranche werden kontinuierlich angeboten.

THE VIEW dient als Kommunikationsplattform, auf der die Teilnehmer von der Erfahrung und Kompetenz anderer profitieren.

THE VIEW stärkt und fördert zielgerichtet unverzichtbare Teamarbeit.

THE VIEW will Berufsanfängern eine sinnvolle Starthilfe geben, wenn sie sich für den Beruf des Kameramanns entscheiden.

 

Das Team von The View besteht aus:

FrankTrautmann (Leitung)

Imke Salhofen(Assistenz)

Michael Kleppek (Assistenz)

Matthias Golmer (Kamera Grip)

Wolfgang Kunwald (Lichttechnik)

Volker Striemer (Dokumentarfilmer)

Niels F. Jensen (VJ)

 

Als Location dient der wohl traditionsreichste Standort der berliner Filmgeschichte, die Havelinsel Eiswerder.in Spandau. In den Eventisland Studios Berlin werden die Seminare stattfinden.

Partner von the View sind:

ProSiebenSat.1 Produktion Gmbh

IFFMA

rosco

Striemerfilm

eventisland Studios

G.R.I.M.M. Copy Plot & Digidruck

ROCCO und seine Brüder

und natürlich wir von

mkl-media-berlin.de

20
Nov
07

Soundtrack für Videos

In einem anderen Blog bin ich wieder mal auf ein Thema gestoßen, dass wohl die meisten schon bewegt hat, wenn sie Filme oder Videos zu kommerziellen Zwecken erstellt haben.

Wo bekommt man, gerade für kleinere Produktionen, passende Soundtracks her.

Das Problem fängt bei Hochzeitsvideos an und endet beim Werbespot, oder dem Spielfilm. Grundsätzlich darf man für kommerzielle Videos fast jedes Musikstück verwenden, wenn man dafür bezahlt. Bei uns in Deutschland werden die Abgaben dafür Zentral über die GEMA abgewickelt, auch wenn es sich um ausländische Musikstücke handelt.

Je nach Anzahl der DVD´s die verkauft werden sollen, Ausstrahlungen im Fernsehen oder Kino, werden die Abgaben genau berechnet. Dummerweise kommen hier ziemlich schnell größere Summen zusammen. Bei einem Hochzeitsvideo mit 8 bis 10 Musikstücken, welches für alle Gäaste der Hochzeit erstellt und verkauft wir (und für die Personen die nicht bei der Feier anwesend waren), sagen wir mal 70 DVD´s kann man hier ganz schnell auf einige hundert Euro kommen.

Wem das zu teuer ist, der findet auch andere Wege.

Der Beste:

suchen sie sich eine Newcomerband in Ihrer Nähe und fragen sie nach einer Komposition für Ihr Video. Gerade junge Bands sind erstens froh, wenn ihre Musik bekannt wird, und sind mit einem angemessenen Anteil an den Gewinnen zufrieden. Eine Nennung der Band im Abspann ist hier natürlich selbstverständlich. Dieses Stück gilt dann als Auftragswerks und kann von ihnen benutzt werden. Näheres (nur für eine Produktion oder mehrfach verwendbar,…..) regelt der entsprechende Vertrag. Es muss natürlich keine Band sein. Mir fallen da noch etliche Leute ein, der Kichenorganist (kann meist auch komponieren), der Klavierlehrer um die Ecke, ….. Fantasie ist gefragt.

Ein weiterer Weg:

Software die ihnen das komponieren abnimmt.

Sony Cinescore z.B. Mit dieser Software können sie framegenau eigene kommerziell verwendbare Musikstücke erstellen. Sie bestimmen die Musikrichtung, das Arrangement, die Instrumente,…. Cinescore erstellt das Stück. Inzwischen stehen ausreichend Themes (Musikstile) zur Verfügung um fast jeden Geschmack zufrieden zu stellen. Der Nachteil, das Programm ist inklusive Themes nicht ganz billig. Preiswert jedoch ist es schon.

Sicher gibt es auch andere Software die ähnliche Ergebnisse bringt.

Der letzte Weg:

Es gibt, ähnlich wie bei Videos, sogenannte Stock Music, hierbei handelt es sich meistens um Compilations von lizenzfreien Musikstücken. Häufig sind diese von bekannten Stücken inspiriert. Die Qualität ist jedoch sehr unterschiedlich und Fehlkäufe sind hier leider die Regel.

20
Nov
07

Avid ist sch….. !!!!

Stellen sie sich vor, sie haben ein Auto zum Preis von ca. 20000€ gekauft.

An Tag 1 startet der Wagen völlig normal und läuft den ganzen Tag problemlos. Ihnen fällt nur auf, dass der Wagen nur ein einziges Ablagefach besitzt in das alles was sie in Ihr Fahrzeug für den täglichen Bedarf packen hineinfällt.

An Tag 2 startet startet der Wagen völlig normal, allerdings suchen sie jetzt einige Unterlagen, welche sie gestern auf den Beifahrersitz gelegt haben, wie alles andere auch, liegen diese Unterlagen irgendwo in der Lagerbox. Nach einigen Stunden Fahrt fällt ihnen auf, dass die eingestellte Uhr zwar funktioniert, aber nicht angezeigt wird.

Am 3. Tag startet Ihr Auto nur, wenn sie den Blinker gleichzeitig setzen. Die Uhr können sie wieder sehen, Ihre Unterlagen haben sie inzwischen in der Ablage wiedergefunden allerdings fehlen von ihrer Präsentation die Seiten 3,7,9,11,12 und 14. Die Musikuntermalung, welche sie auf einer CD in den Unterlagen hatten, ist leider auch nicht mehr ganz vollständig.

Am 4. Tag startet ihr Auto mit der Fehlermeldung, dass einige Inhalte aus ihrer Ablagebox „offline“ sind. Sie fahren zu ihrer Werkstatt und lassen ein Update der Fahrzeugsoftware aufspielen.

An Tag 5 startet ihr Auto nicht, es erscheint die Fehlermeldung : „Sie haben das falsche Autoradio eingebaut“ Da sie ihr Auto brauchen, kaufen sie ein zur Steuerungssoftware passendes Autoradio. Jetzt startet das Auto. Inhalte der Mediabox sind immer noch Offline.

An Tag 6 startet Ihr Fahrzeug völlig normal. Sie müssen zur Tankstelle, nach dem Volltanken meldet ihr Auto, dass es den Tank nicht finden kann. Im Menu können sie nur noch Tanks auswählen, welche eigentlich zu Motorrädern gehören. Sie fahren mit dem Bus.

……….

Diese Geschichte lässt sich unendlich weiterspinnen. Leider ist es kein Märchen. Wie so häufig (z.B. VHS / Beta, Windows/OS2) hat sich nicht das bessere System durchgesetzt, sondern jenes welches besser gepusht wurde. So ergab sich vor etlichen Jahrzehnten ein Quasistandard, an dem man einfach nicht vorbeikommt. Man ist gezwungen mit einer Software/Hardware Kombination zu arbeiten, welche einen mehr behindert als unterstützt. Teilweise geht das Schneiden am alten Steenbeck mit Film schneller, als das NLE mit Avid. Nahezu jedes Consumerschnittprogramm läuft stabiler, anwenderfreundlicher, intuitiver und einfach besser als Avid. Nun könnte man ja meinen, das der Vorteile wenigstens in einem einheitlichen Workflow der unterschiedlichsten AVid Varianten liegt. Aber weit gefehlt. Wie Microsoft, hat auch Avid die meisten Tools nur aufgekauft, damit ergibt sich zwar ein einheitlicher Name, das war´s aber auch schon. Die einzige für mich rühmliche Ausnahme stellt hier Avid Liquid dar. Kein Wunder hat es doch nichts mit Avid zu tun, sonder ist eigentlich ein Pinnacle Liquid. Wie üblich schluckte der Gößere den Kleineren und nun schmückt man sich mit wenigstens einem voll funktionsfähigem Produkt.

Wem die obige Geschichte bekannt vorkommtobwohl er noch nie etwas mit Videoschnitt zu tun hatte dem kann geholfen werden. Die weithin bekannte Audiosoftware Protools (annähernd gleiche Story wie oben) kommt inzwischen auch aus dem Hause Avid.

Fazit:

Wenn ich nicht darauf angewiesen bin, dass an anderer Stelle mein Beitrag weitergeschnitten werden muss setze ich voll auf Sony Vegas Pro 8 (ehemals Sonic), zur Soundbearbeitung eingebunden Soundforge und dem Titel Plugin von Heroglyph. Wenn es denn unbedingt Avid sein muss, dann kommt bei mir nur Avid Liquid auf den Rechner.

Beide Software Pakete sind zu einem überschaubaren Preis erhältlich, erzwingen nicht unbedingt Hersteller spezifische Hardware und laufen stabil und komfortabel. Auf Mac´s ist dann wohl Final Cut die Alternative.

19
Nov
07

Ein neuer Blog ist Online

Anscheinend ist Bloggen ja doch ansteckend.

Ein Kollege von mir, ein MBT (Mediengestalter Bild und Ton – oder – Mädchen zum Bierholen und Tassenspülen), oder auch Florian genannt, hat sich auf gemacht sein Tageswerk auf der anderen Seite des Fernsehers aufzuschreiben. Hier findet Ihr die Neuigkeiten: Lichtlosfilm

18
Nov
07

Der Weg zur friedlichen Revolution

Letzten Samstag war es soweit. Ein lange in Bearbeitung befindlicher 60 Minuten Film war endlich auf Sendung. Seit mehreren Jahren wurde an diesem ersten Teil der Dokumentation Der Weg gearbeitet. Filmmaterial von den Anfängen der DDR bis hin zu Interviews mit Zeitzeugen in den letzten Jahren. Donnerstag und Freitag waren wir damit beschäftigt alle Kassetten Rohmaterial wieder zusammenzusuchen und den gesamten Beitrag sendefertig zu machen. Das bedeutete in diesem Fall, einige Szenen neu schneiden, Bauchbinden schreiben und setzen, Vorspann und Nachspann erstellen, mehrere Szenen neu vertonen. Das ganze Projekt wurde durch einige technische und logistische Probleme torpediert. Bauchbinden die immer wieder verschwanden, ein Avid der irgendwie grundsätzlich etwas Anderes machte als wir ihm sagten. ……

Mit etlicher Verspätung und vielen neuen grauen Haaren schafften wir es dennoch den Beitrag noch am Freitag bei TVB abzugeben so dass er am Samstag und am Sonntag auf Sendung gehen konnte.

Von meiner Seite aus ein sehenswerter Beitrag der viele Zusamenhänge auf dem Weg zur Wende in der DDR erklärt. Wer die beiden Ausstrahlungen verpasst hat, kein Poblem, der Beitrag wird demnächst als DVD veröffentlicht. Produzent der Dokumentation ist übrigens die InMedia Film- und Fernsehproduktion GmbH

Noch ein Tipp: in den nächsten Wochen wird der zweite Teil der Dokumentation unter dem Titel Der Weg zur Einheit bei TVB ausgestrahlt.

14
Nov
07

Kinowerbespot und TV-Trailer

Endlich ist alles fertig.

Aus einem Auftrag zum Dreh von einem Imagefilm für die Bowlarena Spandau wurde im Laufe der Zeit doch etwas mehr.

Ein Kinowerbespot und ein TV-Trailer sind jetzt endlich fertiggestellt. Der Kinowerbespot ist bereits seit Oktober im Cineplex Spandau in der Vorführung und die TV-Trailer werden im Vorraum des Kinos sowie auf den Monitoren in der Bowlarena zu sehen sein.

Die Flash Versionen der Spots könnt Ihr auf der Homepage von mkl-media-berlin.

12
Nov
07

Kindermusicaltheater

In dieser Woche stellte ich wieder einmal fest, wie sehr ich doch Kinder liebe.

Während ich in der letzten Woche mit dem Schnitt der Almaty Bilder beschäftigt war, war ein anderes Team von uns in Binz auf Rügen. Das Berliner Kindermusicaltheater hat dort eine Woche im Trainingslager verbracht und eine Galavorstellung im Kurhaus abgehalten.

Als Werbung für das Kindermusicaltheater und als Beitrag für TVB wurde dort gedreht und interviewt was das Zeug hält.

Leider hat die verantwortliche Redakteurin seit Dienstag Urlaub, so dass ich jetzt ein neues Projekt habe. Gut dass ich erstens dass Stück nicht kenne, zweitens eigentlich nicht als Redakteur hier bin und dritten kaum etwas schrecklicher finde als trällernde und hüpfende Kinder. Halt, doch, es gibt etwas, was noch schrecklicher ist, Musicals.

Wenn dieser Bericht also etwas kürzer ausfällt, dann bitte ich das zu entschuldigen. Ich brauche erstmal ein paar Tage in aller Stille, am besten irgendwo in einem Wald, ohne Gesang, Tanz und Kinder.

Das Projekt als solches ist ja eigentlich ganz toll. Kinder bekommen von Profis eine fundierte Ausbildung in allen Musical relevanten Bereichen (Gesang, Tanz, Choreographie) und erarbeiten eigene Stücke. Hier werden nicht, wie im Moment so beliebt, alt bekannte Pop- Songs zu Musicals zusammengestellt, sondern alle Stücke extra für das Musical komponiert. Im Dezember gibt es dann 16 Aufführungen im russischen Haus in der Friedrichstraße.

Im TVB Beitrag sollte die Arbeit des gesamten Teams vorgestellt werden. Also gab es jede Menge O-Töne mit Müttern, Choreographen, Komponisten, Kindern und dem Leiter des Kindermusicaltheaters in den Beitrag einzubinden. Natürlich sollte auch die Galavorstellung und die Proben nicht zu kurz kommen. Da es im Kulturhaus leider keine Möglichkeit gab live zu singen, musste die Musik von CD eingespielt werden. Dementsprechend war die Qualität des Tons auf unserem Material. Eigentlich hatte ich geplant, diese dort benutzte CD als Tonspur für die Filmaufnahmen zu verwenden. Leider war sie auf der Rückreise irgendwo verloren gegangen, so dass ich versuchen musste etwas aus dem Material zu zaubern, welches wir mitgebracht hatten. Zwar gab es im Kindermusicaltheater noch eine CD Version des Musicals, leider war diese jedoch in Form einer Hörspiel CD angelegt und passte auch ansonsten nicht zu den in Binz gesungenen Versionen. Ein hoch auf die moderne Technik, mit stundenlangen Versuchen am Mischpult und in unterschiedlichsten Soundtools war der Klang zum Schluss wenigstens erträglich.

Der Beitrag wurde mehrfach bei TVB ausgestrahlt und das Musical ist im Dezember zu sehen. Dort wird auch noch eine DVD entstehen.

Kindermusicaltheater Berlin : Die Schneekönigin.

08
Nov
07

Almaty (Alma-Ata) Kasachstan

Ende September 2007 erhielt ich kurzfristig die Anfrage zu einem Dreh für die Firma InMedia Film- und Fernsehproduktion GmbH in Berlin

Hier ein kurzer Bericht über die Reise:

Bereits am 25, September ging unsere Drehreise nach Almaty (ehemals Alma-Ata) in Kasachsten. Zwei Drehprojekte standen auf der Disposition.

Zum Einen sollte ein Imagefilm für die Firma BLN-Group erstellt werden, zum Anderen ging es um einen Dokumentarbeitrag für das deutsche Fernsehen in Kasachstan sowie das staatliche kasachische Fernsehen und den Sender TVB in Berlin

Entstehung der Projekte:

Die Firma BLN-Group vertreibt Fuchs Baumaschinen in den ehemaligen Sowietrepubliken. Daraus ergeben sich auch enge Kontakte zu den jeweiligen Regierungsvertretern. Aus diesen Kontakten entstand ein Sponsoring des deutschen Orchesterleiters am staatlichen kasachischen Musik-Konservatorium in Almaty. Im Imagefilm sollte also sowohl die Arbeit des gesponsorten Dirigenten mit seinem jungen Orchester gezeigt werden, als auch eben dieser Orchesterleiter im Zusammenhang mit den Fuchs Baumaschinen. Im Rahmen der Dreharbeiten vor Ort wurden wir vom staatlichen Fernsehen und dem deutschen Fernsehen Kasachstan angesprochen, ob sie von uns Beiträge zur Ausstrahlung erhalten können.

Mit zwei Kameras, einer Sony Digi-Beta und einer Panasonic DVX-100, Licht, Monitor,Ton-Equipment und jeder Menge anderer Dinge, absolvierten wir die umfangreichen Zollformalitäten und bestiegen die Maschine der Air Astana.

Nach gut acht Stunden Flug, vorher waren wir noch mit dem Wagen von Berlin nach Frankfurt gefahren, begannen direkt nach der Landung die Dreharbeiten im Konservatorium.

Als zweiter Kameramann und Setfotograf oblagen mir die Pflichten der Drehdokumentation und der Erstellung von Pressebildern.

Gut drei Stunden dauerte die Probe, welche von uns aufgenommen wurde. Die während dieser und der nächsten Proben aufgenommenen Bilder waren nur für den Imagefilm geeignet, da die Musiker in Werbeshirts der BLN Service gekleidet waren.

Nach insgesamt 40 Stunden auf den Beinen, besprachen wir anschließend nur noch den groben Ablauf des nächsten Tages und fielen dann in unsere Hotelbetten.

In den nächsten beiden Tagen standen Außendrehs auf der Tagesordnung. Dabei ging es aus der smogverhüllten Innenstadt Almatys in die umliegenden Berge ( westliche Ausläufer des Himalaya). Die obligatorischen Aufnahmen mit den einheimischen Regierungsvertretern (Kultusminister, Konservatoriumsdirektorin, Kultur Attache, Wirtschaftsberater, etc) wurden vor den beeindruckenden Hintergründen des Nationalparks erledigt. Kurzinterviews mit den einzelnen Personen mussten ebenfalls aufgenommen werden, wenn möglich einmal auf russisch und einmal auf deutsch.

An Tag vier bereisten wir mit unserem Equipment einen gigantischen Schrottplatz mit angeschlossenen Hochöfen. Hier sollte unser junger Dirigent in den Genuss kommen eine Fuchsbaumaschine zu fahren und Schrott zu verladen ( auf diesem Schrottplatz werden unter Anderem Flugzeuge und Panzer geschreddert und eingeschmolzen um daraus wieder Rohstahl zu gewinnen).

Die extremen Lichtverhältnisse machten den Dreh nicht einfacher. Der Drehort befand sich unter einem großen Dach, welches von einzelnen Säulen getragen wurde, also ohne Wände, während unter dem Dach eine relativ offene Blende nötig war, sorgte der strahlende Sonnenschein außerhalb für einen grellweißen Hintergrund. Während über uns ständig Kräne mit Elektromagneten Schrott (ca. 8t pro Ladung) bewegten, mussten wir Bilder machen, ein Auge immer auf fliegende Metallteile gerichtet.

Im Gegensatz zu unserem Team war der Protagonist jedoch bester Laune, anscheinend ein Jugendtraum mit einem großen Bagger Schrott in einen Riesenschredder zu verladen.

Im Anschluss daran wurden wieder einige Vox-Pops mit dem Orchesterleiter, Frau Brodersen (von BLN Service) und dem Schrottplatzbesitzer aufgenommen.

Tag fünf brachte uns auf einen der großen Basare von Almaty. Herr Onken (Dirigent) und Frau Brodersen sollten beim Einkauf beobachtet werden. Zu erwähnen sei hier nur noch, das wir mit der großen Digibeta drehten und diese Basare Privatgelände sind, nein, wir hatten für das Gelände keine Drehgenehmigung und die Kamera ist auch kaum auffällig. In vier Stunden Katz- und Mausspiel mit den privaten Wachleuten gelangen uns immerhin zwölf Minuten Aufnahmen.

Am sechsten Tag waren wir Gast des erfolgreichsten Komponisten und Musikproduzenten der Region. Interview und Aufnahmen im Musikstudio von Renat Gaissin standen auf dem Programm. Anschließend war noch eine Pressekonferenz im Kasachstan Press-Club angesetzt.

Am letzten Drehtag fand das Konzert des Studentenorchesters vor rund 350 Gästen statt. Ich war mit der DVX für die Schnittbilder und Close-Ups zuständig, während mit der Digibeta das Konzert in Gänze aufgezeichnet wurde. Auch der anschließende Empfang mit Interviews der Musiker und der Gäste wurde aufgenommen. Noch in der Nacht wurde das Material beim staatlichen kasachischen Fernsehen kopiert und uns wieder ins Hotel gebracht.

Nach zwei Stunden Schlaf machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Flughafen

Team:

Marcus Schwitalla (1. Kamera),  Michael Kleppek (2.Kamera Setfotograf),Florian Marx (Kameraassistenz)