28
Sep
09

Kameramann sucht Arbeit

Eine Anzeige in eigener Sache.

Derzeit herrscht anscheinend in vielen Kassen Ebbe, ob dies nun die Schuld der Wirtschaftskrise, Bankenkrise oder einfach Geiz ist, hat sich mir noch nicht erschlossen. Angebote in Höhe von 75,- € pro Drehtag für eine Produktion von 5 Tagen  in München, sind allerdings wohl eher als schlechter Scherz zu verstehen (das Angebot kam von öffentlicher Hand).

Aus diesem Grund versuche ich es mal auf diesem Weg.

Kameramann aus Berlin

belastbar, erfahren

bundesweit verfügbar

eigenes DV Equipment

bietet seine Arbeitskraft an

Ob Imagevideo, Werbefilm, EB-Einsatz oder Musikvideo, Sportveranstaltungen oder Studioarbeit, ich bin zu fast allen Drehs bereit.

Erfahrung im Schnittbereich : Avid, Final Cut Pro, Vegas

Bis zum Ende des Jahres 2009 biete ich meine Arbeitskraft zum Preis von 150,. € pro Tag an (Spesen und Fahrtkosten werden extra berechnet)

Dies ist ein Krisenangebot !

Greift zu !!!

28
Sep
09

Imagevideos und Werbespots

Nach längerer Zeit blogge ich also wieder.

In den letzten Wochen und Monaten, habe ich mich überwiegend mit Imagevideos und Werbespots beschäftigt. Nach mehreren DVD Produktionen im Bowlingsport (Deutsche Meisterschaften und Vereinsmeisterschaften) sind jetzt einige Marketingzusammenarbeiten mit Restaurants und Freizeitanlagen entstanden, oder noch im Entstehen.

Einige der Videos könnt Ihr unter http://www.mkl-media-berlin.de/Werbungimage.html ansehen.

Da die Wirtschaftskrise, wenn man sie denn wirklich so nennen will, inzwischen auch in der Medienbranche zugeschlagen hat, ist die Kundenaquise ein wenig anstrengender geworden.

Mehr dazu im nächsten Beitrag

13
Feb
08

Konzerte auf Henkellsfeld

In dieser Woche erwartete uns ein wirklich wundervolles Projekt.

Die Henkell Söhnlein Sektkellereien Wiesbaden veranstalten seit 25 Jahren eine jährliche Konzertreihe. Hier werden gezielt junge Musiker gefördert. Kein Musiker darf zweimal auftreten. Die Konzertreihe findet jedes Jahr im Winterhalbjahr statt, und wird im wundervollen Marmorsaal des Haupthauses auf Henkellsfeld abgehalten. 400 Zuschauer finden hier Platz und jedes Konzert ist restlos ausverkauft.

An diesem Wochenende fand das Jubiläumskonzert statt. Der HR zeichnete das Konzert für HR2 (ehemals HR Classic) auf. Wir nutzten diese Chance und schnitten die Summe digital mit. Der Auftag sah vor, dass wir ein ca. sechs bis acht Minuten Beitrag mit dem Schwerpunkt Konzert produzieren, der dann von Henkell als DVD an die Konzertabonennten, Mitarbeiter und Kunden verteilt wird. Als Dankeschön und Werbung.

Bevor ich jedoch auf den Drehtag zu sprechen komme muss ich erst noch chronologisch auf unser Hotel zu sprechen kommen. Dies ist als Warnung gemeint.

Aufgrund der Tatsache, dass wir am Freitag bereits ab 11:00 Uhr mit den Dreharbeiten beginnen, mussten wir am Donnerstag Abend anreisen. Ursprünglich hatten wir im Hotel „Fürstenhof“ nur für eine Nacht reserviert, da eigentlich ein Dreh in der Nähe von Wiesbaden am Tag zuvor geplant war. Nach Absage dieses Termins mussten wir eine zweite Übernachtung nachbuchen. Bereits telefonisch wurden wir davon in Kenntnis gesetzt, dass wir in dieser ersten Nacht mit einfacheren Zimmern zufrieden sein müssten. Nun gut, für nur 40,-€ pro Nacht und Zimmer sollten wir diese Nacht wohl auch überleben. Nach der Ankunft im Hotel waren wir uns da nicht mehr ganz so sicher. Drei unserer Zimmer befanden sich auf einer Etage, das vierte Zimmer lag eine Etage tiefer. Wenn jetzt jemand das Bild der alten Edgar Wallace Filme vor seinem geistigen Auge abrufen kann, hat eine ungefähre Vorstellung. Die Zimmer hatten keine Dusche auf dem Zimmer, sondern boten nur eine Dusche für mehrere Zimmer auf dem Flur. Zumindest die auf unserer Etage. Ann Kathrin, die eigentlich in der Etage unter uns untergebracht war hätte ebenfalls unsere Dusche, also eine Etage höher, benutzen müssen. Na klar, man läuft ja auch gerne frisch geduscht durch das halbe Hotel.. Mal ganz davon abgesehen, dass eigentlich niemand ohne Taucheranzug und Gummischuhe die Nasszelle betreten wollte. Ann Kathrin bezog also mit Jenny zusammen ein Zimmer auf unserer Etage und wir gaben das vierte Zimmer zurück.

Am nächsten Tag sollten wir in die Komfortzimmer für 100,-€ pro Nacht umziehen. Da jedoch die Gäste bis 11:30 Uhr Zeit haben auszuchecken, wir jedoch bereits um 11:00 Uhr beim Kunden sein müssen bot uns das Hotel an unser Gepäck auf die neuen Zimmer zu bringen.

Wir machten uns beruhigt auf zum Henkellsfeld.

Ein wenig schockiert schienen die Verantwortlichen von Henkell als wir im Hause auftauchten. Hatte man doch dort anscheinend mit Menschen im Alter des restlichen Konzertpublikums gerechnet. Zwar hob ich selbst den Alterschnitt unseres Teams ungemein, jedoch waren die drei anderen Teammitglieder mit einem Alter zwischen 22 und 25 weit unterhalb des Publikumsschnitts, der bei geschätzten 65 Jahren lag. Trotzdem schafften wir es die Bedenken auszuräumen.

Zuerst nutzten wir mit beiden Kameras das herrliche Wetter aus um genügend Schnittbilder von außen zu drehen. Auch der Marmorsaal selbst strahlte durch ein riesiges Glasdach in einem wundervollen Glanz. Gold und Sonnenlicht harmonieren halt ungemein.

Ab 13:00 Uhr standen unsere drei Interviewpartner bereit. Zum Einen war dies der Sprecher der Geschäftsführung, sowie die Konzertagentin zum Anderen der Dirigent des heutigen Konzertes. Aus Anlass des Jubiläums wurde die Regel zum einmaligen Auftritt außer acht gelassen. Sowohl der Dirigent Gudni A. Amilsson, als auch die Solisten Wolfgang Emanuel Schmidt (Violoncello) und die Brüder Catona ( Gitarre) waren bereits Gäste im Marmorsaal.

Nach einem sehr guten Essen in der Henkell Betriebskantine machten wir noch einige Detailaufnahmen der Kunstwerke im Saal. Das Konzert begann mit einer Ansprache zum Jubiläum gegen 19:30 die Musik setzte dann gegen 20:00 Uhr ein. Wir waren mit zwei Kameras vor Ort und nahmen das gesamte Konzert auf. In der Pause gab es einen Sektempfang, den wir zum Drehen von Schnittbildern und zu einer Raucherpause nutzten.

Gegen 22:00 Uhr war das Konzert beendet. Es folgte ein Empfang mit Häppchen und Sekt, den wir nach Absprache mit dem Kunden jedoch nicht aufnehmen sollten. Wir bauten also unser Equipment ab und genehmigten uns einige der Häppchen.

Ungefähr um 23:30 machten wir uns auf den Weg ins Hotel.

Jetzt wird es spannend.

Im Hotel angekommen, erhielten wir unsere Zimmerschlüssel. Ein Blick auf die Zimmernummern zeigten uns, dass es sich wieder um Zimmer im sogenannten Gartenhaus handelte. Florian und ich machten uns gar nicht erst auf den Weg. Nach einigen Minuten kamen unsere beiden Mädels von Ihren Zimmern zurück. Ihr dorthin verbrachtes Gepäck hatten sie gleich mitgenommen. Auch wir riskierten jetzt einen kurzen Blick in die Zimmer und holten unser Gepäck. Diese Zimmer hatten zwar eine Dusche auf dem Zimmer, aber auch diese waren in mitleiderregendem Zustand. Der Eindruck von Edgar Wallace verstärkte sich. Anscheinend wurden Teppiche und Gardinen auch ungefähr zur Zeit der Entstehung der Filme das letzte Mal gereinigt. Nachdem wir nun acht Zimmer des Gartenhauses besichtigt und für nicht akzeptabel erklärt hatten, bekam der Nachtportier ein Problem. Telefonisch erkundigte er sich welche anderen Zimmer er uns anbieten dürfte. Glücklicherweise hatten wir bei diesem Gespräch die Möglichkeit einige Interne mitzubekommen. Einerseits sagte ihm die Dame am Telefon, wenn wir uns schon über diese Zimmer beschwerten sollte er uns auf gar keinen Fall Zimmer 116 zeigen. Andererseits hatten wir die Möglichkeit einen Blick auf das Zimmerverzeichnis zu werfen. Das standen doch tatsächlich folgende Informationen für den Nachtportiert:

Zimmer 126 Zimmer ok alte Möbel

Zimmer 118 Zimmer ok Badewanne jedoch schrecklich.

So ging es in dieser Liste fröhlich weiter. Die Hotelleitung wusste also sehr wohl vom Zustand der Zimmer. Uns wurden vier weitere Schlüssel ausgehändigt. Das erste war Zimmer 104. Hier waren wir eigentlich schon wieder herausgetreten bevor wir das Licht anschalteten. Das Zimmer an sich war das beste was wir bisher zu sehen bekommen haben, jedoch verströmte es einen Geruch, als wären hier in den letzten vierzehn Tagen Hammel am Spieß gebraten worden, und zwar durchgehend. Die anderen drei Zimmer brauche ich nicht weiter zu erwähnen. Wir teilten dem Nachtportier mit, das keines der Zimmer auch nur ansatzweise akzeptabel sei und wir deshalb an anderer Stelle nächtigen würden.

Nach einem Abstecher ins Dorint Wiesbaden, welches jedoch vollständig belegt war, checkten wir im Crown-Plaza ein. Da die Hotelrechnung eigentlich direkt an Henkell gehen sollte, wir dort aber natürlich um 01:00 Uhr nachts niemanden mehr erreichten begnügten wir uns mit zwei Doppelzimmern, da ich jetzt erst einmal per Kreditkarte in Vorkasse treten musste Diese waren jedoch jeweils mit zwei Kingsize Betten ausgestattet und somit vollkommen ausreichend. Nach erholsamen Schlaf und wundervollem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Berlin.

Am Montag telefonierten wir in aller Frühe mit den Leuten von Henkell, dass die zweite Nacht im Fürstenhof keinesfalls bezahlt werden sollte, und erläuterten die Vorkommnisse. Im Laufe des Vormittags erhielten wir einen erbosten Anruf vom Hotel Fürstenhof. „Was wir uns einbilden, wieso sollte diese Nacht nicht bezahlt werden, schließlich hätten wir sie gebucht und erst gegen 23:00 Uhr dagegen protestiert“ ……. Alles weitere spare ich mir. Allerdings wurde die Rechnung sofort storniert, als ich zur Sprache brachte dass auf der einen Seite Henkell und seine Kunden und Geschäftspartner sicher sehr an den Informationen interessiert sind, und ich andererseits auch bereits die Telefonnummer des Gesundheitsamtes Wiesbaden herausgesucht hatte um dort Anzeige zu erstatten.

Innerhalb der nächsten vier Tage entstand ein rundherum gelungener 7´38´´ Film der uns mit Stolz erfüllt (so sehr dass sich alle Beteiligten eine Kopie des Filmes auf DVD gebrannt haben), und den Kunden bereits im ersten Anlauf komplett überzeugt hat. Das hatten wir bisher noch nie. Keine Änderung bei einem Imagefilm.

Außerdem wurden wir doch recht jungen Teammitglieder wegen unseres angenehmen und professionellen Auftretens explizit gelobt. Das hört man doch gerne.

13
Jan
08

Russisches Neujahr und Kakerlaken

In dieser Woche stand meine Arbeit ganz im Zeichen der Kakerlake. Ja, richtig gelesen, anders ausgedrückt, es handelt sich um die südamerikanische Totenkopfschabe.

Nikolai Makarov ein in Moskau geborener Maler lebt seit langem in Berlin und New York. Seine Werke sind in Museen in Russland, Europa und den USA zu finden. In Berlin ist er Vorsitzender mehrerer Kunstvereine und Kunststiftungen und in New York Mitglied des Rates des Institutes für Philosophie und
Psychologie der Kunst.

Neben all diesen Aktivitäten ist er ein Mann der es versteht zu begeistern, und so sind seine alljährlichen Feiern zum russischen Neujahr in Berlin immer wieder ein Highlight. Im Rahmenprogramm dieses Events findet neben Musik, Tanz und Gesprächen, in diesem Jahr wird es zusätzlich einen Wodkabrunnen geben, auch eine Rennveranstaltung der besonderen Art.

Die kleinen, sonst so ungeliebten Vertreter der wohl erfolgreichsten Lebensform auf unserer Erde, treten im Rennen gegeneinander an. Kakerlaken.

Um auf diesen Event aufmerksam zu machen erstellen wir mit Archivaufnahmen aus dem letzten Jahr und neuem Material aus dieser Woche einen kurzen Magazinbeitrag.

Wir treffen Nikolai in seinem Atelier / Wohnung im Wedding. In den Räumlichkeiten fällt es nicht schwer Bilder zu finden. Nicht nur Bilder im Sinne des Malers, sondern auch im filmischen Sinn. Jeder Raum hat einen eigenen Stil. Es beginnt in der Bar. In einer Ecke des roten Raumes steht noch der Weihnachtsbaum. Neben dem Tresen steht eine Badewanne mitten im Raum, diese fungiert als Aquarium für rund ein Dutzend Goldfische.

Das Wohn- Schlafzimmer ist spartanisch eingerichtet, die Wände sind mit zwei großen Bild geschmückt eine weitere Wand mit ca. 20 kleinen Porträts. Alle in Airbrushtechnik entstanden und in erdigen Farben gehalten, hängen hier Wim Wenders, Alfred Biolek und Frau Birthler gemeinsam mit vollkommen unbekannten Personen an der Wand. Auch wenn die einzelnen Portraits schon beeindruckend sind, so ergibt sich aus der Zusammenstellung ein großes Gemälde.

Diese Wand wähle ich als Hintergrund für die O-Töne mit Nikolai aus. Die Unschärfe im Hintergrund verstärkt den Eindruck des Gesamtbildes noch. Nikolai fesselt einen mit seinen Antworten, er versprüht eine unglaubliche Lebendigkeit. Einzig seine Augen scheinen nicht in dieses Bild zu passen. Nicht dass sie nicht lebendig wirkten. Erst als ich das Material im Schnitt eingespielt hatte konnte ich feststellen woher dieser Eindruck kommt. Nikolai blinzelt nicht.

Nach den O-Tönen brauchten wir noch Bilder der Renntiere. Beim öffnen des Terrariums konnte ich feststellen, weshalb diese Tiere so ungeliebt sind. Kakerlaken stinken. Nach einigen Bildern aus dem Gewusel der rund 120 Tiere brauchten wir noch Rennbilder. In einem kleinen Nebenraum der Wohnraums steht die Rennstrecke. Acht Bahnen von zwei Metern Länge sind hier aufgebaut, abgetrennt sind sie untereinander durch Plexiglas. Die mittleren drei Bahnen haben wir mit Kakerlaken besetzt und ließen sie mehrfach rennen um unterschiedliche Einstellungen zu drehen. Vom Rennen des letzten Jahres gab es leider nur brauchbare Bilder der feiernden Menschen, so dass wir das Rennen auf diese Art nachstellen mussten.

Zum Abschluss des Drehs nahmen wir noch Nikolais Neujahrsgrüße auf, natürlich wurde nicht mit Sekt sondern mit Wodka angestoßen. Allerdings blieb das Glas ganz und wurde nicht an die Wand geworfen.

Wir drehten noch einige Schnittbilder im Atelier und außerhalb des Hauses.

Zurück in der Firma ging es darum einen 3´30´´ Beitrag für das Web und einen sechs Minuten Magazin Beitrag zu erstellen. Die tollen Bilder sprachen wirklich für sich, so hatten wir diesmal eher das Problem zu entscheiden welche wir rauslassen anstatt zu entscheiden welche wir hineinnehmen.

Bereits am nächsten Mittag waren beide Beiträge fertig. So kann es weiter gehen.

25
Dez
07

Silvestergefahren

Die Gefahren der Silvesternacht sind jedes Jahr wieder ein Thema für Funk, Fersehen und schreibende Presse. Auch wir beteiligen uns an diesem „same procedure as every year“. Interview Termine in der Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) standen als erstes auf dem Programm. In den Räumlichkeiten des Bürotraktes suchten wir uns ein geeignetes Zimmer um die O-Töne aufzuzeichnen. Nachdem dieses gefunden war, war auch unsere Gesprächspartnerin bereit. Sie hatte bereits den ganzen Vormittag Telefoninterviews mit verschiedenen Radiosendern gegeben. Die ersten beiden O-Töne nahmen wir im Büro auf, die weiteren in den Katakomben der Bundesanstalt. Hier in den Bunkeranlagen, einige Stockwerke unter der Erde, lagern Proben und Muster der unterschiedlichsten Sprengkörper. Ja, auch die „harmlosen“ Silvesterböller gelten als Sprengkörper. Spätestens wenn man die Wirkung und Größe der hier gesammelten Exemplare sieht, wundert einen nicht warum. Die legal erhältlichen Knaller und Raketen sind da noch harmlos. Allerdings liegen hier auch Muster von illegal importierten Knallkörpern aus Polen und Tschechien. Einige dieser Exemplare brauchen in ihrer Wirkung den Vergleich mit Handgranaten nicht zu scheuen. Die größten Schwarpulvergebinde stellen jedoch die professionellen Feuerwerkskörper dar. In andere Form würde die hier verarbeitete Sprengstoffmenge locker zum Abbruch eines Mehrfamilienhauses reichen. Wir filmen sowohl Aufbewahrung als auch Testverfahren. Diese Tests müssen alle Feuerwerksartikel überstehen, welche mit dem begehrtem Prüfzeichen ausgestattet werden sollen, damit sie legal auf dem deutschen Markt vertrieben werden können.

Zum Abschluss drehe ich noch einige Abbrenntests kleinerer Feuerwerksartikel, die großen dürfen auf diesem Platz leider nicht getestet werden, sonder werden auf speziellen Sprengplätzen außerhalb Berlins gezündet.

Am frühen Nachmittag haben die Berliner Feuerwehr, die Polizei, die BSR und die Vivantes Kliniken zur Pressekonferenz gebeten. Unterstützung erhalten sie durch eine Abteilung der DLRG, welche sich auf die Darstellung von Verwundungen zu Schulungszwecken spezialisiert haben. Diese Abteilung kommt landesweit bei Katastrophenschutzübungen zum Einsatz. Heute stellen sie die häufigsten Verletzungen in der Silvesternacht dar. Aus eigenen Erfahrungen als Sanitäter kann ich bestätigen, dass sie die Realität sehr genau treffen.

Abgetrennte Finger oder ganze Hände, Gesichtsverbrennungen, Augenverletzungen und Schnittverletzungen durch umherfliegende Glasscherben sind kein wirklich schöner Anblick.

Die anwesenden Kamerateams und Kollegen der schreibenden Zunft stürzen sich auf jeden Tropfen Kunstblut (wir natürlich auch) und erwarten anschließend den Beginn der eigentlichen PK.

Nach der PK haben wir noch ein paar Einzelinterviews aufzuzeichnen und ich dreh gleich noch einige Schnittbilder von ankommenden Krankenwagen und dem Vivantes Klinikum Friedrichshain.

Anschließend haben wir eine ausgedehnte Mittagspause, da unser letzter Interviewpartner erst in zwei Stunden verfügbar ist.

Der junge Mann, der uns zum Abschluss Rede und Antwort steht, ist ein Silvesteropfer. Ein Feuerwerkskörper explodierte direkt vor seinem Gesicht. Zwar blieb er von Gesichtsverbrennungen verschont, jedoch brannten sich kleine Partikel in die Hornhaut seines rechten Auges ein. Auch eine Gefährdung durch den Explosionsdruck konnte nicht ausgeschlossen werden. Zu seinem Glück, verheilte die Hornhaut über einen Zeitraum von über einem Jahr ohne Narbenbildung, so dass seine Sehkraft nicht mehr eingeschränkt ist, jedoch ergibt sich durch den Explosionsdruck auf seinen Glaskörper ein erhöhtes Glaukomrisiko (grüner Star). Um dieser Erkrankung vorzubeugen muss er halbjährlich des Augeninnendruck kontrollieren lassen, lebenslang.

Als Interviewpartner ist er ein Glücksgriff, er spricht natürlich und trotzdem durchdacht und seine Antworten treffen den Ton der Zielgruppe.

Am Rande dieses Berichts möchte ich noch erwähnen, dass die Hauptgruppe der Opfer zwischen 18 und 25 Jahren, männlich und deutsch sind und aus Berlin Neukölln kommen.

Am nächsten Tag spielen wir das gedrehte Material ein und machen uns an den Roughcut. Die Redakteurin erarbeitet den Offtext und ich mache den Endschnitt. Eine vertonte Version des Beitrags geht an den Sender und eine unvertonte geht inklusive Shotlist und Text an das Webportal aus München.

02
Dez
07

Fünf Tage in St.Petersburg

Zum zweiten Mal ging es für mich in diesem Jahr in die ehemalige Sovietunion. Nach Kasachstan stand diesemal Russland auf dem Programm. Das beste daran, die Geschichte dahinter ist noch unwirklicher als der deutsche Dirigent in Almaty.

Am Mittwoch brachte uns der Flieger in die ehemalige russische Hauptstadt. Was Zar Peter der Große hier errichtet hat ist definitiv eine Reise wert. Sicher, auch in St.Petersburg gibt es Ecken die nicht wirklich schön und gepflegt sind, aber in der Stadt tut sich etwas und immer mehr Bereiche werden saniert. Die Gebäude der sehr großen Altstadt, inklusive Eremitage, sind wundervoll anzusehen.

Wir sollten hier jedoch keinen Tourismus-Film drehen sonder eine Linsenübergabe.

Ich weiß, es hört sich merkwürdig an, aber die Geschichte ist so interessant, dass es sich lohnt weiter zu lesen.

Alles beginnt vor über 20 Jahren auf der schwäbischen Alb, eigentlich sogar schon früher.

Ein Bauer in Württemberg entschließt sich auf alte Pfade zurückzukehren. Er wandelt seinen Betrieb in einen Bio-Hof um und säht alte Pflanzen. Linsen. Auf der schwäbischen Alb sind schon früher Linsen angebaut worden, aufgrund geringerer Nachfrage und großer Konkurrenz, z.B. aus Kanada, geriet die Linse in Vergessenheit. Der Bauer aus Schwaben konnte die alten Linsen, die hervorragend für den kargen, trockenen Boden der Alb geeignet waren gab es nicht mehr. Nach langer Suche entschied man sich dann für italienische und französische Linsensaat. Immer wieder versuchte der Bauer die Alblinse 1 und 2 (so der Name der alten Linsen) zu finden.

Viele Jahre später, wurde ein Bekannter des Bauern fündig.

Aus dem einen Biobauern der erfolgreich Linsen anbaut, ist inzwischen eine Erzeugergemeinschaft von Bio-Bauern geworden. Und diese erfuhren nun das Unglaubliche.

Es gibt in St.Petersburg ein naturwissenschaftliches Institut, welches seit über 100 Jahren Saatgut von Kultur- und Wildpflanzen aus aller Welt sammelt und archiviert. aber nicht nur das, je nach Pflanze, müssen diese Samen alle paar Jahre regeneriert werden. Die Samen müssen angebaut werden, unter abgeschirmten Bedingungen aufgezogen werden, und neue Samen geerntet werden. Nur so können die Pflanzen über Jahrzehnte erhalten werden.

Das Vavilov – Institut , benannt nach Nikolai I. Vavilov (1887 – 1943) gilt als größtes Institut dieser Art weltweit. In weltweiten Expeditionen suchten Vavilov und seine Frau, sowie deren Nachfolger Kulturpflanzen und deren wildwachsende Verwandte und archivierten sie. Im Herbarium werden getrocknete Blätter Pflanzen und Früchte aufbewahrt und in der weltweit größten Genbank werden die Samen bewahrt. Viele längst als ausgestorben geltende Arten werden hier gehütet. Unter ihnen auch die Alblinsen.

In dieser Woche machten sich nun die Bauern der Bio Erzeugerngemeinschaft und einige Vertreter der Organisation Slowfood auf, um 100 Samen derAlblinse wieder nach Hause zu bringen. In Anwesenheit des deutschen Generalkonsuls, deutschen und russischen Medien und der gesamten Führungsriege des Instituts wurde das Saatgut feierlich übergeben. Die Augen der Bauern leuchteteten genauso, wie die der Mitglieder des Vavilov Institutes. Nie war ihnen bisher soviel Interesse der Öffentlichkeit gegönnt.

Unser kleines Team begleitete die deutsche Delegation zur Stadtrundfahrt und zum Rundgang im Institut. Wir drehten in Minus 18 Grad kalten Kühlhäusern und im Herbarium des Institutes. Sowohl bei der offiziellen Übergabe der Alblinsen als auch den privaten Geprächen der Bauern und der Institutsmitarbeiter waren wir mit der Kamera dabei. Auch zum festlichen Empfang des Generalkonsuls waren wir eingeladen (da dieser Empfang in der Dienstwohnung stattfand jedoch als Gäste und nicht als Kamerateam). Es ergaben sich Freundschaften und interessante Geschichten zwischen Schwaben und Russland. Wir werden diese weiter verfolgen und daran teilnehmen.

Ich freue mich, viele tolle und spannende Menschen kennengelernt zu haben und hoffe bald noch mehr davon berichten zu können. Die Alblinsen und viele andere Pflanzen können im Vavilov Institut wiedergefunden werden, vielleicht auch Tomaten mit Geschmack.

Ein Mitglied der Delegation Klaus Amler von Ökonsult wird im Regionalprogramm vom SWR am Montag den 03.12.2007 im Studio über die Reise berichten. Unsere Bilder sind als Material dabei.

25
Nov
07

Caledon – let it snow

Gestern war ich für www.kultur-info.eu und den kulturinfo Weblog unterwegs in Sachen Kultur.

Zum ersten Mal, ging ich zu einer Veranstaltung im Tipi- das Zelt am Kanzleramt. Caledon – Let it snow steht auf dem Programm.

Die drei schottischen Tenöre und ihr musikalischer Direktor reißen die Leute von Ihren Stühlen. Menschen zwischen 16 und 86 erkennen, dass auch deutsche Volksmusik seinen Reiz hat. Damit sind jetzt aber nicht die Titel aus dem Musikantenstadel gemeint. Ich spreche hier von den großen Weihnachtsklassikern, die es z.T. rund um den Erdball zu gr0ßer Bekanntheit geschafft haben. Das die schottische Volksmusik aber wenigstens genauso erfolgreich ist beweisen Caledon an diesem Abend.

Hier meine Kritik aus kultur-info.eu

Im ersten Teil des Programms kommen bekannte und weniger bekannte Weihnachtslieder zu Gehör. Wer jetzt jedoch an die traurigen Versionen der Weihnachtsgottesdienste denkt liegt weit daneben. Selbst der deutsche Klassiker „Oh Du fröhliche“ wird endlich einmal so gesungen, wie es der Text verlangt. Nicht als depressionfördernde tragische Arie, wie auf den meisten Weihnachtsschallplatten, sondern fröhlich und mitreißend, ohne jedoch die Musik in ein modernes Zwangskonzept zu pressen. Einfach ein wenig schneller und mit einem Lächeln auf den Lippen. Gleich zu Beginn des Abends erfährt man, dass eines der bekanntesten Lieder der Woodstock Ära eigentlich ein schottisches Weihnachtslied ist.

Im zweiten Teil präsentiert Caledon ein Feuerwerk ihrer größten Hits. Schnell wird klar, dass ein großer Teil der Weltmusik entweder von Schotten geschrieben oder gesungen wurde. Von ACDC und Annie Lennox bis zu Rod Stewart und Yussuf Islam. Jetzt kocht die Stimmung im Zelt.

Spätestens wenn die Tenöre mitten im Publikum singen hält es keinen mehr ruhig auf seinem Platz.

 

Weihnachten ist ein Fest der Freude, die drei schottischen Tenöre und ihr musikalischer Direktor Michael Barnett sorgen dafür, dass zumindest dieser Abend ein Abend der Freude ist.

 

Caledon Let it snow ist ein Muss für alle die einen wundervollen musikalischen Abend in herrlicher Atmosphäre genießen wollen.

Einen kleinen Vorgeschmack finden Sie hier

Unter den Gästen fanden sich auch einige Mitglieder der Politprominenz. Sichtlich begeistert huschte Volker Hassemer nach Ende der Vorstellung an mir vorbei, als ehemaliger Kultursenator ist er also immer noch kulturell begeistert. Bundestagspräsident Wolfgang Thierse hinterließ mir folgenden kleinen Kommentar : „Es hat schon etwas Witziges, wenn man hört wie die Schotten mit unserem Weihnachtsliedern umgehen. Das hat etwas Auflockerndes.“

Achtung es gibt noch Karten für die weiteren Veranstaltungen

Auch das Tipi als Veranstaltungsort hat mich begeistert. Man sitzt an Tischen verteilt im gesamten Zelt. Der Service der Bedienungen ist erstklassig und die Preise sind angemessen. Sowohl Speisen als auch Getränke können in diesem Ambiente genossen werden.

Noch ein kleiner Tipp: Für den Silvesterabend gibt es noch ein Highlight.

Caledon und DJ Mr. Mo’Vibes sorgen für grandiose Stimmung. Die Eintrittskarte für den Silvesterabend kosten 145,-€ inklusive Menü. Karten gibt es nur direkt im Tipi unter : 0180 – 327 93 58

23
Nov
07

Auf dem Weg zu Mövenpick in Potsdam

Gestern stand wieder einmal ein Drehtermin an. Für ein Imagefilmprojekt der InMedia Film und Fernsehproduktion mussten noch einige fehlende Bilder bei Mövenpick in Potsdam nachgedreht werden. Wenn Sie etwas mehr über den Dreh und die Bedingungen vor Ort erfahren wollen, dann kann ich hier auf den Blog meines Kollegen verweisen. In meinem heutigen Bericht geht es um die Anfahrt zum Drehort.

Im Autoradio liefen schon den ganzen Tag Meldungen, dass die Nuthestraße und einige andere Straßen aufgrund einer Bombenentschärfung gesperrt sind. Kurzerhand beschlossen wir (unser Drehteam aufgeteilt auf 2 Wagen) Potsdam von Spandau aus an zu fahren. Auf der Bundesstraße in Höhe des Ortes Krampnitz fuhren wir langsam in einer Kollone hinter einem großen Trecker . Auf den Trecker folgte ein Pkw, ein Krankentransporter, mein Wagen, der zweite Wagen unseres Teams, und noch einige andere Fahrzeuge, einschließlich eines kleinen VW Fox eines Sicherheitsunternehmens. Kurz vor einer Rechtskurve schert der Krankentransporter vor uns aus und setzt zum Überholen an. Als er ungefähr mit der halben Fahrzeugbreite auf der Gegenspur ist, schwenkt er hastig wieder auf unsere Spur ein. Aufgrund der Rechtskurve hatte er erst zu spät ein entgegenkommendes Fahrzeug bemerkt. Um eine Kollision zu vermeiden, musste der entgegenkommende Geländewagen auf den nicht befestigten Seitenstreifen ausweichen. Durch den recht matschigen Untergrund geriet der Geländewagen ins Schleudern . Der Fox der Sicherheitsfirma, der einige Fahrzeuge hinter uns fuhr, geriet dadurch in die „Einflugschneise“ des schleudernden Geländewagen. Der Fahrer des Pkw steuerte seinen Fox auf unseren unbefestigten Randstreifen und kam dort zum Stehen. Der Fahrer des SUV steuerte seinerseits, um einen Aufprall auf den Kleinwagen zu verhindern, vehement nach recht. Über ein Böschung hinweg schleuderte er in den Wald und kam an einem Baum zum Stehen. Unsere beiden Teamfahrzeuge hielten an. Nach einer kurzen Absprache drehten Florian und ich mit unserem Wagen um, Jana, Tobias und Marcus setzten den Weg Richtung Potsdam fort und konnten uns kurze Zeit später das Kennzeichen des Krankentransporters, der weiter gefahren war, per Handy durchgeben. Auch ein anderer Fahrzeugführer hatte den Krankentransporter verfolgt und dem Fahrer mitgeteilt, dass er einen Unfall verursacht hat.

Erst einmal das Gute, dem Fahrer des Geländewagens ist nichts passiert. Auch alle Anderen sind ohne Blessuren davon gekommen. Das hätte aber auch ganz anders aussehen können. Hätte das schleudernde SUV den Fox erwischt, hätte es mit hoher Wahrscheinlichkeit mindesten zwei Schwerverletzte gegeben.

Was mich allerdings viel schwerwiegender betrifft, ist das Verhalten des Krankentransporters. Sowohl Fahrer als auch Beifahrer des Transporters trugen Warnjacken mit dem Aufdruck Rettungssanitäter. Den Unfall nicht zu bemerken, ist für einen fahrtüchtigen Kraftfahrer, aus meiner Sicht unmöglich. Nicht umsonst haben diesen Unfall ja anscheinend fast alle Anderen in der Kolonne bemerkt. Das Quietschen und der Einschlag in dem Baum waren auch nicht zu überhören. Wie man dann weiterfahren kann ist mir unerklärlich. Hätten nicht wenigstens ein paar Leute angehalten und gemäß ihrer Pflichten gehandelt, würde es rechtlich für den Geländewagenfahrer wahrscheinlich bitter aussehen. Schließlich waren in dem Krankentransporter zwei Personen. Außerdem hätte er kein Kennzeichen gehabt. Er würde wahrscheinlich auf seinem Schaden sitzenbleiben.

Bitte tut mir alle einen Gefallen, wenn Ihr einen Unfall bemerkt oder einen Menschen in Not seht, haltet an und helft. Irgendwann könntet Ihr es sein die Hilfe braucht.

22
Nov
07

Weiterbildung für Kameraleute, Mediengestalter Bild/Ton und Redakteure

In Berlin eröffnet eine neue Kameraschule.

The View zielt aber nicht auf absolute Neulinge, sondern auf Berufsanfänger, die zwar ihre Ausbildung schon absolviert haben, aber immer noch etwas für die Praxis lernen wollen.

Die wichtigsten Grundregeln in unserem Geschäft lauten:

Kontakte knüpfen und erhalten!

und

Wenn Du auch morgen noch Geld verdienen willst, musst Du dich ständig weiterbilden, deine Horizonte öffnen.

Für beides bietet The View eine Grundlage.

Um eines gleich zu erklären, hier ist nicht etwa eine Technikeinweisung geplant.

 

Die Kameraschule THE VIEW möchte in 14-tägigen Lehrgängen Mediengestaltern und Kamera-Berufsanfängern die Möglichkeit zur Weiterbildung geben.

Ziel ist es handwerkliche Grundlagen zu vermitteln und fotografische Zusammenhänge mit filmischer Gestaltung deutlich zu machen. Kompetenz in Bildsprache wird vermittelt.

Kameraeinstellungen werden auf Ihre Bildsprache und Ausdrucksmöglichkeiten geprüft und schwierige Fahrten mit der Studiokamera trainiert. Dabei werden Techniken vermittelt mit denen die Teilnehmer die Möglichkeiten zur eigenständigen und optimalen Weiterentwicklung bekommen.

Das inhaltlich orientierte Arbeiten wird geschult. Als Videojournalisten werden die Teilnehmer eigene Beiträge erstellen.

THE VIEW meet the Expert.
Panels, Referate und Vorführungen mit erfahrenen Personen verschiedener Berufsgruppen der Film- und Fernsehbranche werden kontinuierlich angeboten.

THE VIEW dient als Kommunikationsplattform, auf der die Teilnehmer von der Erfahrung und Kompetenz anderer profitieren.

THE VIEW stärkt und fördert zielgerichtet unverzichtbare Teamarbeit.

THE VIEW will Berufsanfängern eine sinnvolle Starthilfe geben, wenn sie sich für den Beruf des Kameramanns entscheiden.

 

Das Team von The View besteht aus:

FrankTrautmann (Leitung)

Imke Salhofen(Assistenz)

Michael Kleppek (Assistenz)

Matthias Golmer (Kamera Grip)

Wolfgang Kunwald (Lichttechnik)

Volker Striemer (Dokumentarfilmer)

Niels F. Jensen (VJ)

 

Als Location dient der wohl traditionsreichste Standort der berliner Filmgeschichte, die Havelinsel Eiswerder.in Spandau. In den Eventisland Studios Berlin werden die Seminare stattfinden.

Partner von the View sind:

ProSiebenSat.1 Produktion Gmbh

IFFMA

rosco

Striemerfilm

eventisland Studios

G.R.I.M.M. Copy Plot & Digidruck

ROCCO und seine Brüder

und natürlich wir von

mkl-media-berlin.de

20
Nov
07

Soundtrack für Videos

In einem anderen Blog bin ich wieder mal auf ein Thema gestoßen, dass wohl die meisten schon bewegt hat, wenn sie Filme oder Videos zu kommerziellen Zwecken erstellt haben.

Wo bekommt man, gerade für kleinere Produktionen, passende Soundtracks her.

Das Problem fängt bei Hochzeitsvideos an und endet beim Werbespot, oder dem Spielfilm. Grundsätzlich darf man für kommerzielle Videos fast jedes Musikstück verwenden, wenn man dafür bezahlt. Bei uns in Deutschland werden die Abgaben dafür Zentral über die GEMA abgewickelt, auch wenn es sich um ausländische Musikstücke handelt.

Je nach Anzahl der DVD´s die verkauft werden sollen, Ausstrahlungen im Fernsehen oder Kino, werden die Abgaben genau berechnet. Dummerweise kommen hier ziemlich schnell größere Summen zusammen. Bei einem Hochzeitsvideo mit 8 bis 10 Musikstücken, welches für alle Gäaste der Hochzeit erstellt und verkauft wir (und für die Personen die nicht bei der Feier anwesend waren), sagen wir mal 70 DVD´s kann man hier ganz schnell auf einige hundert Euro kommen.

Wem das zu teuer ist, der findet auch andere Wege.

Der Beste:

suchen sie sich eine Newcomerband in Ihrer Nähe und fragen sie nach einer Komposition für Ihr Video. Gerade junge Bands sind erstens froh, wenn ihre Musik bekannt wird, und sind mit einem angemessenen Anteil an den Gewinnen zufrieden. Eine Nennung der Band im Abspann ist hier natürlich selbstverständlich. Dieses Stück gilt dann als Auftragswerks und kann von ihnen benutzt werden. Näheres (nur für eine Produktion oder mehrfach verwendbar,…..) regelt der entsprechende Vertrag. Es muss natürlich keine Band sein. Mir fallen da noch etliche Leute ein, der Kichenorganist (kann meist auch komponieren), der Klavierlehrer um die Ecke, ….. Fantasie ist gefragt.

Ein weiterer Weg:

Software die ihnen das komponieren abnimmt.

Sony Cinescore z.B. Mit dieser Software können sie framegenau eigene kommerziell verwendbare Musikstücke erstellen. Sie bestimmen die Musikrichtung, das Arrangement, die Instrumente,…. Cinescore erstellt das Stück. Inzwischen stehen ausreichend Themes (Musikstile) zur Verfügung um fast jeden Geschmack zufrieden zu stellen. Der Nachteil, das Programm ist inklusive Themes nicht ganz billig. Preiswert jedoch ist es schon.

Sicher gibt es auch andere Software die ähnliche Ergebnisse bringt.

Der letzte Weg:

Es gibt, ähnlich wie bei Videos, sogenannte Stock Music, hierbei handelt es sich meistens um Compilations von lizenzfreien Musikstücken. Häufig sind diese von bekannten Stücken inspiriert. Die Qualität ist jedoch sehr unterschiedlich und Fehlkäufe sind hier leider die Regel.




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